„Ihr wollt doch Helden werden, oder?“ Diese Frage war Teil eines Gedankenexperiments, mit dem der Journalist und Bestsellerautor Tim Pröse seinen Vortrag über Sophie Scholl am vergangenen Freitag, dem 20.03.2026, startete. Nach einer kurzen Begrüßung von Herrn Inhoff und Frau Kottmann begann Herr Pröse die Lesung aus seinem Buch „Jahrhundertzeugen Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“ mit einer gedanklichen Zeitreise ein Menschenleben zurück. Er verdeutlichte damit die damalige Allgegenwertigkeit des Krieges und die Auswirkungen auf die Jugendlichen.

Nach diesem kurzen Exkurs kommt er auf sein Buch und Sophie Scholls letzte Tage im Speziellen zu sprechen. Er erzählt von seinen Besuchen bei Sophies Schwester, Inge Scholl, und den Dokumenten und Aufzeichnungen, die ihm gezeigt wurden. Seine Erzählungen untermauerte er durch sehr eindrückliche Zitate von Sophie und anderen Menschen aus ihrem Umfeld: „Wenn Sie meinen Bruder töten, dann müssen Sie auch mich töten.“, „Ihr werdet in die Geschichte eingehen“ und „Ich habe keinen Hass“ sind drei Beispiele von ihr selbst, ihrem Vater und ihrem Bruder.

Den größten Fokus legte Herr Pröse auf die Inhaftierung und spätere Hinrichtung Sophies, in dessen Zuge er von ihrem Mut und unerschütterlicher Lebensfreude und Überzeugung berichtete. „Nicht ich, sondern Sie haben die falsche Weltanschauung.“, war eine Aussage, die Sophie während ihres Verhörs tätigte. Auch auf die letzte Botschaft Sophies, welche sie auf ihr Todesurteil schrieb, ging Herr Pröse ein, denn Freiheit sei ihr letzter Wille gewesen. Freiheit, für uns alle.

Mit dem Aufruf zur Zivilcourage und der Aussage „Wir sind auch verantwortlich für das, was wir unterlassen“ beendete er seinen Vortrag mit dem Appell für andere und die Demokratie auf- und einzustehen. In der folgenden Fragerunde verdeutlichte sich das Interesse der Neuntklässler*innen und das der einzelnen Schüler*innen aus der K1 des Markgrafen-Gymnasiums, an welche der Vortrag gerichtet war. Schon zuvor war dies durch das aufmerksame Zuhören erkennbar gewesen.

Im Namen des Markgrafen-Gymnasiums möchten wir uns sehr herzlich bei Herrn Pröse für diesen sehr eindrücklichen Vortrag bedanken. Desweiteren danken wir Frau Kottmann für die Kontaktherstellung und Organisation sowie der Schloss-Schule für die Bereitstellung der Mensa.

Das Fazit „Sophie Scholl war eine Heldin“ wird uns allen sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

Clara Rokus, K1 (Journalistik-AG)