„Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage“: Unter diesem Motto begrüßte das Markgrafen-Gymnasium am 18. Juni in der Karlsburg Erika Rosenberg, die Biografin von Oskar und Emilie Schindler.
Diese ist deutsch-argentinische Schriftstellerin und Historikerin. Seit mehreren Jahren besucht sie Schulen in Deutschland, um Schülern die Wichtigkeit von Mut, Tapferkeit und Hilfsbereitschaft zu vermitteln, die sie als deutlich entscheidender empfindet als Herkunft oder Religion.
Frau Rosenberg erzählte uns fesselnd von ihren Gesprächen mit Emilie Schindler und von den über 1300 Menschen, die von Oskar und Emilie Schindler während des Nationalsozialismus in drei großen Fabriken in Polen als Arbeiter eingesetzt und so vor der Deportation in Konzentrationslager gerettet werden konnten.
So erzählte sie uns unter anderem von der Umwandlung eines jüdischen Ghettos in Polen in das Arbeitslager Plaszow und der großen Brutalität, die dort unter Lagerkommandant Amon Goeth herrschte. Ein berührender Teil ihrer Erzählungen war die Geschichte, dass Emilie Schindler im Winter 1949 über 120 jüdische Arbeiter vor dem sicheren Tod rettete, indem sie ihnen in ihrer Fabrik in Polen Platz gewährte, sie mit Essen versorgte – Zitat von Emilie Schindler: „Ich konnte nicht wegsehen, ich musste einfach helfen.“
Am wichtigsten war ihr jedoch, uns zu vermitteln, wie wichtig es ist, sich voller Respekt für einander einzusetzen und Dankbarkeit zu zeigen. Niemand könne alleine für Gerechtigkeit und Frieden sorgen, so Frau Rosenberg, es sei ausreichend, wenn jeder Mensch „ein Sandkorn für das Gute lege“. Mit dem Zitat „Bei einem Krieg gibt es keinen Sieger, wer Menschen tötet, ist auf jeden Fall ein Verlierer“ zeigte sie uns die Wichtigkeit von Frieden und Freiheit.
In verschiedenen Fragerunden hatten wir die Chance, mit Frau Rosenberg ins Gespräch zu kommen.
Wir waren sehr dankbar, Frau Rosenberg an unserer Schule begrüßen zu dürfen und ihren Bericht aus erster Hand zu hören.



